27. März 2017

Narzissen, Lerchensporn und Co - Fülle für die Beete

Jedes Jahr im Frühling kommt der Moment, wo meine vorher eher schütteren Beete auf einmal so gefüllt sind mit Blüten, dass es mir schwierig erscheint, in ihnen noch etwas unterzubringen. Alle Schneeglöckchen, die bis jetzt nicht geteilt und vereinzelt wurden, bekommt man nun nur mehr schwer zwischen die anderen Pflanzen, weil überall etwas sprießt und wächst. Einerseits natürlich Ungewolltes, dann muss gejätet werden, andererseits auch durchaus Gewolltes, das nicht überpflanzt werden sollte. Deshalb ist es in meinen Beeten wichtig, schon vor Mitte März gemulcht zu haben, denn jetzt würde man schon viele Pflanzen verschütten, die bei vorheriger Mulchung einfach durch die lockere Häckselauflage durchwachsen.

Narzissen schätzen Feuchtigkeit und Nährstoffe. Zweitere kann ich leichter zuführen, bei der Feuchtigkeit kann ich nur mit Mulch steuern und auf einen feuchteren Sommer hoffen. Heuer gibt es viel mehr Blüten als nach dem heißen Sommer 2015.
Corydalis cava in Weiß und Rosa, dazwischen ein paar leuchtende Corydalis solida
 Es ist mein Ziel, zwischen den späteren höheren Stauden wie Phlox, Geißbart und Knöterich im Frühling einen dichten Teppich aus kleinen, einziehenden Stauden zu fördern. Der rosa Hohle Lerchensporn ist bei uns heimisch und hat von unter der Hecke heraus ganz von selbst meine Beete erobert. Nach der Blüte zieht er innerhalb weniger Wochen ein und kann daher überall geduldet werden, wo keine zu kleinen Stauden verschluckt werden könnten. Zwischen Hepaticas jäte ich ihn daher öfters, in den Staudenbeeten darf er sich aber gerne verbreiten.

Vor einigen Jahren habe ich weiße Exemplare bekommen, die sich nun auch langsam ausbreiten. Sie leuchten etwas mehr als die Originalart und freue mich über die kleine Gruppe, die auf diese Weise entstanden ist. Das hübsche Laub der Schneeglöckchen bildet einen schönen Hintergrund und kann von Großstauden ohne Probleme durchwachsen werden, deshalb können Schneeglöckchen überall zwischen anderen Stauden angesiedelt werden.

Corydalis / Pachyohragma macrophylla
 Neben dem heimischen Lerchensporn gibt es noch den leuchtenderen Corydalis solida, von dem ziegelrote, dunkelpurpurne und auch sehr aufregend rosarote und tiefrote Sorten existieren. Es lohnt sich, sie im Garten zu pflanzen, da sie nach einiger Zeit zur Aussaat tendieren und die meisten Sämlinge ebenso leuchtend blühen wie die Mutterpflanzen. Die Sämlinge des schöneren C. solida sind meist silbriger als die von C. cava, weshalb man leicht selektiv jäten kann.

Im Schattenbeet mit den Besonderheiten wird es jetzt auch farbig. Eine sehr empfehlenswerte Stauden ist das Schattenschaumkraut, Pachyphragma macrophylla. Sein herrliches Weiß passt gut zu Helleborus oder gerade erblühende Zahnwurzarten. Bei mir ist es außerdem mit blauem Schneeglanz, Chionodoxa sardensis, kombiniert.

Narzissen und Helleborus
Im ältesten Abschnitt der Schattenbeete haben sich die Lenzrosen schon reichlich ausgesät. Ich lasse die schöneren Pflanzen stehen, jäte aber trotzdem immer wieder kleine Nachkommen, da sich sonst ein zu dichter Bestand bildet. Ideal wäre ein rechtzeitiger Rückschnitt der Samenstände, aber ich übersehe immer wieder ein paar.

Zwischen den höheren Pflanzen haben sich mittlerweile Frühlingsknotenblumen in größerer Anzahl angesiedelt, darüber hinaus sind auch hier Schneeglöckchen zu finden. Eine schlechte Idee war, wie schon letztens erwähnt, der Bärlauch, der zwar wunderschön grün austreibt und auch nett blüht, aber kleinere Stauden recht schnell unterdrückt und damit zum Verschwinden bringt.

Helleborus und meine Corydalis-cava-Flächen

Noch mehr Narzissen und Helleborus
Unter dem alten Apfelbaum ist der Boden nicht mehr wirklich humos. Ich bin froh, dass sich einige Stauden dort gut gehalten haben und lasse den Lerchenspornen freie Hand. Ihre Verbreitung erfolgt in erster Linie durch Ameisen, weshalb lockere Böden und Mauern rascher besiedelt werden als freie, verdichtete Beetflächen. Wie viele Frühlingspflanzen haben die Samen kleine Eiweißanhängsel - Elaiosome - die für die Ameisen als Nahrung dienen. Das übrigbleibende Samenkorn wird rund ums Nest herum einfach in die Botanik geschmissen - wo es umgehend keimt.

Cardamine enneaphyllos, die heimische Neunblättrige Zahnwurz

Von den vielen Frühlingsschattenstauden begeistern mich die Zahnwurze jedes Jahr am meisten. Neben der heimischen Cardamine enneaphyllos mit ihren cremegelben Büten und dem bronzefarbigen, blitzschnellen Austrieb, gibt es eine Fülle weiterer Arten (und leider kaum Sorten), die aus den Wäldern Europas und teilweise Asiens zu uns gelangt sind. Sie wachsen alle in gemulchtem Laubwaldboden und können beeindruckende Bestände bilden. Wenn alle blühen, werde ich dazu einen Beitrag schreiben, weil seit dem letzten vor ein paar Jahren doch einige dazugekommen sind.
Iris reticulata  'J.S. Dijt'
Im Schotterbeet ist noch nicht sehr viel zu sehen. Die ersten sind die kleinen Iris reticulata, aber auch Muscari und Tulpen treiben schon aus. Bei den großen Pflanzen bin ich nicht sicher, ob nicht doch einige ganz erfroren sind, aber zum Glück gibt es Sämlinge. Beim starken Frost heuer im Jänner, wir hatten doch an die -16°C, haben auch die wintergrünen Halbsträucher wie Santolina und Ruta sehr gelitten. Bei den meisten kommt jetzt aber von unten Neuaustrieb durch, nur die wunderschönen Currysträucher scheint es komplett erwischt zu haben - trotz durchlässigen Bodens.

Hinterm Haus geht es erst langsam los
Die Blüte der Leberblümchen ist dafür schon längst wieder vorbei. Sogar hinterm Haus, wo es generell langsamer losgeht, sind die meisten von ihnen schon am Abfallen. Dafür taucht Neues auf: Wir sind grade erst am Beginn des Frühlings!


Eine Erinnerung noch: Bis inklusive kommenden Mittwoch läuft noch mein Gewinnspiel für dreimal ein Exemplar "Schattenstauden" - gerne auch weitersagen!

Und am kommenden Wochenende ist der Staudenmarkt im Botanischen Garten Berlin-Dahlem, wo ich wieder mit der Gärtnerei Sarastro anzutreffen bin. Ich freue mich, wenn mich jemand anspricht.

20. März 2017

Mein Buch "Schattenstauden" ist erschienen (Verlosung)

Wer den Garten, den Blog und mich kennt, wird wissen, dass mein gärtnerisches Herz zwar für sehr viele Pflanzen, aber ganz besonders für die Besiedler des Schattens schlägt. Ich kann nicht einmal sagen warum, aber schon seit ich mich für Pflanzen interessiere, begeistern mich diese teils winzigen, aber doch so robusten Stauden, die mit subtilem Charme aus dem Waldboden auftauchen, um schon kurz nach dem Winter ganze Landschaften - und bei darauf ausgerichteter Gartengestaltung auch Beete - in Farbe und Duft zu tauchen.

Ich habe daher keine Sekunde gezögert, als ich vom Ulmer-Verlag bei einem persönlichen Gespräch und nach dem gemeinsamen Betrachten meiner Frühlings-Schattenbeete gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch über Schattenstauden zu schreiben. Tatsächlich trug ich diesen Gedanken nämlich schon länger mit mir herum und auch der Blog hat von dieser Idee, zumindest im Frühling, wenn die Schattenbeete die ersten sind, zu denen mich der Weg im Garten führt, schon ziemlich viele Fotos und Beiträge abbekommen. Ich habe also ein Konzept entwickelt, bald darauf grünes Licht bekommen und dann mit dem Schreiben angefangen.

Das Inhaltsverzeichnis

Im vorletzten Winter hatte ich dann nach und nach alles zusammengetragen, was für mich zu Schattenbeeten essentiell ist: Sowohl Rahmenwissen, als auch unterhaltsame Details und natürlich Stauden, soviele ich unterbringen konnte. Dass trotzdem noch viele weitere auf meinen Listen gestanden haben, soll kein Nachteil sein, sondern Zeichen dafür, wie vielfältig und artenreich der Schatten ist! Und wer einmal mit einem Beet im Schatten beginnt, wird ziemlich bald auf weitere unbedingt-haben-zu-müssende-Stauden stoßen. Mir war für das Buch wichtig, Zusammenhänge zu erklären, etwa, warum Mulch wichtig ist, weshalb man unbedingt recherchieren sollte, wie der Naturstandort einer Wunschpflanze aussieht und warum es unter Umständen einen Unterschied macht, ob man asiatische oder nordamerikanische Pflanzen ziehen möchte.

Zwischendurch gibts immer mal wieder großzügige Bilder von meinen Beeten.

Nach dem eigentlich Schreiben ging es ans Lektorieren des Textes, was mich mehr Nerven gekostet hat als das Schreiben selbst, aber das Ergebnis war alle Anstrengung wert. Nach der Bildauswahl war den Sommer über dann Ruhe (ich habe mich währenddessen dem "Bienenfreundlichen Gärtnern" gewidmet) und im Herbst wurde dann der letzte Schliff an den Text gelegt. Die Freude über das wunderschön sachliche, stilvolle Layout hat mich mit Freude die Bildunterschriften formulieren lassen und seit dem Spätherbst habe ich nun gewartet, bis ich heute endlich das fertige Buch aus dem Paket ziehen konnte.

Einige Beetpläne vervollständigen den Bereich "Planung und Beetanlage"

Und ich traue mich zu behaupten, dass alle, die diesen Blog schätzen, auch mit dem Buch Freude haben werden! Jeder Buchstabe drin stammt von mir und auch alle Bilder sind von mir, bis auf drei von mir selbst erbetene Ausnahmen, die drei wunderschöne Gartensituationen zeigen, die ich so nicht fotografieren konnte - und die aus zwei Gärten stammen, die mich im Thema Schatten schon länger inspirieren. Über den einen Gärtner bin ich sogar erst zum Mulchen gekommen, schon vor Jahren, womit das Wachstum in meinen Beeten überhaupt erst in die Gänge kam und bei mir gleichzeitig ein Denkprozess, der eine ganz neue Haltung dem Garten über zur Folge hatte. Seither zerkratze ich meine Arme beim Häckseln und habe trotzdem Freude daran, weil ich weiß, dass der Garten dankbar alles schluckt, was ich schwitzend zerkleinere.

Der letzte Teil des Buchs zeigt interessante Schattenstauden runds um Jahr

Im Abschlusskapitel des Buchs gibt es keine langatmigen Pflanzenportraits, weil ich der Meinung bin, dass die Informationen von Pflanzportraits im Internet ohnehin zugänglich sind. Stattdessen beschreibe ich meine Beete mit pflanzlichen Höhepunkten rund ums Gartenjahr - und hier sind noch jede Menge Besonderheiten erwähnt, die vielleicht - so wäre meine Absicht - die Lust auf abwechslungsreiche Beetgestaltung auch im Schatten wecken. Dazu werden einzelne Gattungen genauer beleuchtet, Zusammenstellungen vorgeschlagen und der Charakter von Schattenbeeten genauer beschrieben.

Aber jetzt: Unter allen Leserinnen und Lesern des Blogs (die mich nun schon seit sechseinhalb Jahren begleiten!) kann ich dank des Ulmer-Verlags nun drei druckfrische Exemplare von "Schattenstauden - Die dunkle Seite Ihres Gartens" verlosen. Alle, die bis Mittwoch, den 29.März einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen, nehmen an der Verlosung teil. Ich hoffe auf rege Teilnahme und bitte darum, mir eine Mailadresse oder eine sonstige Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen - oder alternativ nach Ablauf der Frist hier reinzuschauen.

Das Buch ist im Handel erhältlich, hier kann man es direkt auf der Seite des Ulmer-Verlags bestellen. Es hat 168 Seiten mit 137 Farbfotos und 8 Beetskizzen, ein Flexcover und eine wirklich wunderbare Druckqualität :-) und kostet € 24,90 (in Österreich € 25,60).

Ich wünsche euch viel Spaß und schönes Gärtnern, denn jetzt gerade ist es in den Schattenbeeten ja besonders spannend!

Hier könnt ihr noch durch ein paar Seiten des Buchs blättern. Bitte etwas warten, bis die Vorschau lädt und dann mit den grauen Pfeilen weiterklicken - so sollte es funktionieren und ihr könnt noch etwas mehr betrachten.

14. März 2017

Solange man noch Erde sieht...

Im Frühling wächst der Garten besonders schnell, sobald es aber regnet und warme Nächte gibt, ist die Entwicklung von Tag zu Tag jedes Mal eine Überraschung. Und auch wenn wir im Vergleich zu den Vorjahren etwas zurückliegen, so wächst und verblüht doch das meiste schneller, als ich mit dem Fotografieren nachkommen kann. Die ersten Schneeglöckchen sind schon wieder Geschichte, aber so vieles erscheint gerade und noch viel mehr schlummert noch im Untergrund. Wie immer im Frühling daher ein kurzer Fotoüberblick, ehe der Garten zugewachsen ist!

Bei den Christrosen erstaunen mich die Unterschiede innerhalb der Gattung am meisten. Während einige schon aufblühen und andere, wie dieser schöne Sämling, gerade loswachsen, sind einige noch im Knospenstadium und werden wohl noch Wochen bis zur Vollblüte brauchen. Und auch wenn dieses Exemplar sehr sonnig steht: Es ist nich immer vom Licht abhängig, wie weit die Helleborus schon sind.

 
In den Schattenbeeten könnte ich im Moment Stunden verbringen. Dabei schauts auf den ersten Blick recht langweilig aus, aber die Spannung steckt im Detail: Austriebe von Buschwindröschen (links) und Zahnwurz (rechts) lassen auf üppige Blüte in nächstliegender Zukunft schließen!

Meine gelbe und vor allem auch gelblaubige Helleborus von Ashwood ist ein richtiger Hingucker. Eigentlich ist sie fast schon absurd auffällig, sie quietscht gegenüber vom Haus wie ein riesiges Ausrufezeichen nach Aufmerksamkeit, dabei ist sie aus der Nähe betrachtet noch viel schöner. Der zarte rote Rand um die Blütenblätter ist mir vorher noch nie aufgefallen. Und die Hummeln lieben sie auch, also alles perfekt!


In den Schattenbeeten ist der Boden schon fast geschlossen, daran sind Galanthus und Leucojum beteiligt - und leider auch Bärlauch, den ich in einer sehr unüberlegten Aktion dort angesiedelt habe. Nochdazu sind seine Blüten wirklich hübsch - die invasive Aussaat, die dann auf den Fuß folgt, leider weniger.
Im Gegensatz zu den blauen oder gar weißen gefüllten Formen von Leberblümchen ist das rosa gefüllte Hepatica nobilis 'Rubra Plena' schon um ca. 15€ zu haben und die Investition durchaus wert, weil die kleinen, gefüllten Blüten äußerst üppig erscheinen und auffällig aus dem Beet herausleuchten.

Mit den Winterlingen und den Galanthus ist es leider schon wieder fast vorbei. Die Winterlinge-Gruppe am Bild hat es auch endlich geschafft, Sämlinge zu produzieren, weshalb ich jetzt auf deutlich mehr gelbe Blüten in den kommenden Jahren hoffe!

Hier hat es mit der Vermehrung gut geklappt: Von 76 Blüten im Jahr 2012 auf diese Masse, nur durch regelmäßiges Teilen und Düngen, das hat sogar mich überrascht! Ich muss sie demnächst wieder etwas vereinzeln.

Im Schotterbeet ist noch nicht so viel los, einzig die reticulata-Iris zeigen schon Farbe. Einige neue Sorten habe ich im Herbst versenkt, aber die brauchen immer etwas länger als die bereits länger im Garten befindlichen, vermutlich haben die älteren schon früher im Herbst mit dem Wurzelwachstum begonnen.

Besondere Freude bereiten mir die vielen Leberblümchen, die hier gut gedeihen. Einige Sämlinge sind ebenfalls schon große Pflanzen geworden. Heuer gab es außerdem kein zu frühes Austreiben, sodass die Blüten alle unbeschädigt sind und herrlich leuchten.

4. März 2017

Und schon geht es los...

Bei +18°C und warmem Wind fühlte es sich nicht nur für uns wie Frühling an: Alle Frühlingsblüher, die in den letzten Wochen langsam, beim warmen Regen vor ein paar Tagen schneller, aus der Erde aufgetaucht waren, sind heute in Blüte gegangen. Für die Bienen war es etwas zu windig, aber ich konnte das Spektakel den ganzen Tag lang genießen.

Der Staudenschnitt von allen Beeten ist nun gehäckselt, bei den Schattenbeeten im unteren Gartenteil sogar schon zur Gänze auf den Beeten verteilt. Vorher habe ich gründlich gejätet, Kompost und Lauberde ausgefahren und erst anschließend gemulcht. Direkt nach dem Mulchen sehen die Beete dann wieder leer aus, aber schon nach wenigen Tagen sprießen die Pflanzen durch die dünne Schicht und schon in wenigen Wochen wird man den Boden in den Beeten nicht mehr sehen!

Weil es gerade so vieles zu sehen gibt und im Frühling jede Blüte besonders gefällt, einige Eindrücke vom heutigen Gartentag. Wer bewegte Bilder bevorzugt, kann auf Instagram ein kleines Video sehen, das die im Wind schaukelnden Schneeglöckchen zeigt (etwas laden lassen, dann klappt es).


Schneeglöckchen und Frühlingsknotenblumen vermehren sich in meinen Beeten gut. Beide mögen es, gemulcht zu werden und sind robust gegenüber Überwachsen in den Folgemonaten.

So habe ich mir das vorgestellt... Eranthis, Galanthus, Cyclamen coum und Crocus tommasinianus. Mit Abstand am besten vermehren sich aber überall Galanthus.

Der große Tuff G. elwesii. Heuer werde ich ihn wohl wirklich teilen müssen.

An dieser Stelle habe ich 2014 mit dem Ansiedeln von Frühlingsblühern begonnen!

Hier sieht man einige große Tuffs Schneeglöckchen, die ich demnächst teilen und in kleineren Gruppen wieder einpflanzen werde. Am besten klappt es, wenn es direkt danach regnet, ich denke, kommende Woche werde ich mich dranmachen.

Die Staudenbeete gegenüber vom Haus sind mittlerweile ebenfalls voller Frühblüher. Hier wächst außerdem ein großer Aronstab, dessen frisch-grünes Laub inmitten der Galanthus besonders auffällt.

Langsam kommen auch die Christrosen in Fahrt. Diese gelbe Ashwood-Hybride macht mir besondere Freude. Damit das Gelb nicht so arg hervortritt, habe ich sie mir Galanthus umpflanzt (und mit pinkfarbigen Cyclamen coum, aber die wollen nicht so recht dort). Die Schneeglöckchen im Hintergrund sind gefüllt und von Frauke (vielen, vielen Dank!), die weiter dahinter sind Opfer einer Gierschrodungsaktion, bei der ich offenbar einen Tuff zerteilt habe. Auch recht, sieht recht natürlich aus so!

Frühlingsknotenblumen sind in unseren Auen heimisch und wachsen auch auf trockeneren Böden leidlich, hier ist der Überlauf des Teichs, daher gedeihen sie gut.

Meine Bemühungen um Crocus dauern noch immer an. Irgendwie wollen sie sich nicht so recht vermehren... ich habe die Maulwurfsgrillen in Verdacht, dass sie die Sämlinge und kleinen Brutzwiebel anknabbern.

Hier ein Überblick über den unteren Gartenbereich: Vor 7 Jahren war hier noch kein einziges Schneeglöckchen! Der einzige Trick ist düngen und teilen :-).

Mit dem Effekt bin ich nun schon sehr zufrieden!

Am Morgen sind die gewöhnlichen Galanthus nivalis alle geschlossen...

Und da war ja noch etwas... zu unserer Freude sind wir zu dritt - Mama, Papa und ich - mit dem Garten in der aktuellen Ausgabe von "Servus in Stadt und Land" (Österreichausgabe) zu entdecken. Auf sechs Seiten werden wir, der Garten und unsere Zugänge zu ihm vorgestellt. Danke an Ruth Wegerer und Helmut Mitter für den netten Besuch letzten Frühling und den schönen Bericht!

26. Februar 2017

Auslosung und ein paar erste Blüten

Mit Verspätung komme ich nun zur Auslosung meines Gartenbuchs. Die letzten Tage waren zwar nicht alle strahlend sonnig, aber ich hatte Zeit und war daher fast durchgehend im Garten aktiv, was um diese Jahreszeit vor allem Rückschnitt, Häckseln und Mulchen bedeutet. Trotz des langen Winters sind die Pflanzen alle schon weit ausgetrieben und die Schneeglöckchen brauchen nur mehr ein paar warme, sonnige Stunden, um voll aufzublühen.

Die Auslosung des Buchs hat dieses Mal nicht Kater Pauli übernommen (er ist zwar immer noch sehr niedlich, aber nicht mehr so leicht für Papierbälle zu begeistern) und ich habe deshalb mit Hilfe des Auslosetools von Superanton die Gewinnerin des Gartenbuchs ermittelt: Es ist Birgit Fellecke! Viel Freude mit dem Buch und fröhliches Gärtnern!  

Allen anderen möchte ich für die vielen freundlichen und interessierten Rückmeldungen danken, die mich zum Teil auch als Mail erreicht haben. Bücher zu schreiben macht mir große Freude, aber es ist tatsächlich einiges an Aufwand. Dabei ist das Schreiben und Fotografieren selbst, wo ich alleine entscheide und solange feile, bis ich selbst zufrieden bin, der aufwändigste, aber für mich nicht sehr aufregende Teil. Spannend wird es, wenn das Layout entsteht, Rückfragen auftauchen und man gemeinsam mit dem Verlag entscheiden muss, welche Bilder wo sein werden, wie die Bildunterschriften reinpassen und wo noch Text dazukann oder wegmuss. Das ist dann die wirkliche Arbeit und da ist das fertige Buch dann ein schöner, für mich immer ganz aufregender Abschluss! Aber auch dieses Mal bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und blicke auf eine gelungene Zusammenarbeit mit meiner Lektorin zurück.

Im Garten waren bislang nur Honig-Bienen unterwegs, vermutlich meine eigenen. Rechts der Versuch, sie mit dem Handy zu filmen (der Ton ist schon sehr frühlingshaft!).

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Im Rest vom Garten blühen bislang nur Schneeglöckchen, Winterlinge und die ersten Frühlingscyclamen. Aber es wird nicht lange dauern, bis auch alles andere auftaucht - beim Jäten stolpert man ständig über Austriebe, Triebspitzen und auf Sonnenschein und Wärme wartendes Grün. Es wird also insgesamt nicht mehr lange dauern und alles wird wieder zugewachsen sein.


Eine Ausnahme unter den Schneeglöckchen ist das riesige Galanthus elwesii - es ist immer als allererstes in Blüte

Das Schotterbeet vor dem Rückschnitt. Das schon vielfach gelobte Gras Achnatherum calamagrostis ist bis zuletzt stabil geblieben; in anderen Gartenteilen fällt es dagegen schon im September um. Wer ähnliche Probleme hat: Ein trockener, durchlässiger Standort könnte die Lösung sein.

Bei den gewöhnlichen Schneeglöckchen ist es ein aussaatfreudiger, wüchsiger Typ, der als erstes in Blüte kommt, obwohl er nicht einmal sonnig steht. Er war blinder Passagier in einem geschenkten Wurmfarn und von dort aus erobert er nun eine ganze Gartenecke.

Die tuffbildenden Galanthus dagegen lassen sich noch etwas bitten. Aber so verlängert sich die Blütezeit und ich habe länger etwas davon.


Und damit niemand denkt, hier wäre schon allgemein der Frühling ausgebrochen: In den Schattenbeeten, wo ich Elfenblumen, Trillium und andere zarte Schönheiten aufhebe, riskiere ich keine wuchernde Nachbarschaft von Schneeglöckchen und Winterlingen... und dort ist es auch noch richtig februarlich kahl und leer. Heute habe ich alles zurückgeschnitten und mit feinster Lauberde gemulcht, im Laufe der Woche soll dann gehäckselt und mit dem Schnittgut wieder gemulcht werden. Dann, und darauf freue ich mich schon, werden die Gartenbesuche wieder Schauen und Fotografieren zum Schwerpunkt haben (bis mir was Neues einfällt).

Ich wünsche euch einen schönen Vorfrühling!